Das wird EPISCH (Teil 3)

„Release the Kraken“ haben sich AMG/Asmodee am (offiziell) 25.06.21 gedacht und Carnis unboxt sich einmal durch das neue Riesige Schiff und gibt seine subjektive Meinung ab.

Jetzt ist er also da: Der Grund, warum ich mich mal mit Epic beschäftigt und diese Artikel-Serie für unseren Blog gestartet habe, das Angriffsschiff der Trident-Klasse.
Im Handel bekommt ihr das Schiff so zwischen 85,00 – 100,00 Euro. Eine stolze Summe, aber was bekommt nun für sein Geld:

Inhalt Trident
Inhalt Trident

 

Neben dem Schiff (da kommen wir gleich zu) erhält man zwei Bögen Papptoken, die Manöverschablone für Riesige Schiffe, den Reichweitenstab für Riesige Schiffe, das Regelwerk für Riesige Schiffe und insgesamt 64 Karten (+ das Schadensdeck für Riesige Schiffe. Wenn ihr das Konvertierungsset für Riesige Schiffe habt, dann habt ihr jetzt diverse Ersatzteile).

Von den 64 Karten sind 44 Aufwertungskarten, von denen 4 tatsächlich auch im normalen X-Wing benutzt werden können. Keine Sorge, ihr müsst nicht wie in 1.0 das Schiff wegen Karten kaufen, es handelt sich bei den vier Karten um solche, die jede*r schon 4 -12x haben dürfte.
Auch die Anzahl an Karten für Epic, die von allen Fraktionen genutzt werden können, hält sich in Grenzen:

1x Zielsuch-Torpedos: eine neue Torpedo-Aufwertung für Riesige Schiffe, die bis zu 3, nun ja, zielsuchende Remotes abfeuern kann)

4x Geschützturm: ein Remote, welches in der Systemphase um 90- oder 180-Grad gedreht werden kann und in der Kampfphase einen Angriff in Reichweite 1-3 mit 3 roten Würfel im Frontwinkel erlaubt. Diese werden für das 2vs2-Szenario der Box benötigt (bei diesem muss das Angreifer-Team – laut Regelheft – zwingend einen Trident-Zerstörer aufstellen. Tatsächlich sehe ich aber nicht, warum man das Szenario nicht auch mit jedem anderen Riesigen Schiff spielen könnte…)


3x Fangstrahltechniker: Crew für Riesige Schiffe, die dafür sorgt, dass jedes Schiff in 0-1 seine Fangstrahlmarker nicht entfernen kann. Ferner kann man bei Ausgabe einer Energie dafür sorgen, dass ein gefangenes Schiff sein Manöver in einer um 1 verringerten Geschwindigkeit durchführen muss

3x Protonengeschütz-Batterie: Für die Kosten einer Energie dreht man einen Hit in ein Crit, die Batterie hat eine Reichweite von 2-5 und 4 Würfel im Bullseye

1x Fanatischer Captain: lässt für die Kosten einer Energie einen Bonusangriff bei Iniative 4 zu

1x Hondo Ohnaka: Erlaubt einem in der Systemphase eine Ladung auszugeben, um von einem befreundeten Schiff in 0 -1 eine Einsatzzielmarkierung oder Siegmarkierung zu transferieren.

Für Spieler*innen der Separatisten und des Abschaums findet man noch etwas mehr in der Box:

Separatisten:

General Grievous, der einen Bonusangriff bei Initiative 4 erlaubt, den Angriff auf befreundete Schiffe ermöglicht und auch noch dafür sorgt, dass -sobald ein Schiff bei einem Angriff durch ihn zerstört wurde- jedes befreundete Schiff in Reichweite 0-2 eine Berechnungsaktion durchführen darf

Mar Tuuk: Lässt eine befreundeten Schwarm in Reserve platzieren, der dann in einer belieben Endphase platziert werden kann (eigene Aufstellungszone, jenseits von RW 2 zu allen feindlichen Schiffen) und der dann noch ein feindliches Schiff in RW 0-1 zu dem Schiff, welches Mar Tuuk trägt, als Ziel erfassen darf

Riff Tamson: Ermöglicht eine Bonunsangriff bei Iniative 5 und sofern dem Verteidiger 1 oder mehrere offene Schadenskarten zugeteilt worden sind, erhält dieser noch 2 Anstrengungsmarker

Droidenmannschaft: Weiße Fokus-Aktionen werden Rot (ja, vmtl. haben Separatisten gar nicht so frequent die Option zum fokussieren…), dafür kann man in der Endphase alle offenen Crew-Schadenskarten reparieren

Abschaum:

Asajj Ventress: Für die Kosten einer Macht in der Systemphase erhält jedes feindliche Schiffe im Frontwinkel in 0-1 einen Anstrengungsmarker. Es sei denn es entscheidet sich alternativ für einen Störsignalmarker

Korsarenmannschaft: Bei einem Angriff gegen ein Standardschiff darf man einen Treffer ausgeben, damit jenes Schiff einen Erschöpfungsmarker erhält-

Natürlich wird das Kartenpaket abgerundet durch die Schiffskarten, Schnellbau-Karten und den für den Trident-Zerstörer spezifischen Waffen (Bohrschnabel und Fangtentakel) und Titelkarten (2 für die Separatisten-Konfiguration, 1 für die Abschaum&Kriminelle-Fraktion und einen Titel, den beide Fraktionen nutzen dürfen).
Auf diese Karten werde ich – ebenso wie das K.I.-Deck für den Zerstörer (6 Karten, die das Manöver- und Angriffsverhalten des Schiffes im Solo- bzw. COOP-Modus definieren) – dann in meinem Solo-Spielbericht gegen das Schiff eingehen. Die Missionsregeln für diese beiden Modi werden in zwei der Box beiliegenden Szenarien erläutert. Da ich auch hier vertiefter beim Spielbericht einsteigen werden vielleicht nur schon mal so viel zum Solo-/COOP-Modus:

Diese Mission teilt sich in 2 Phasen/Szene. Im ersten Schritt muss man Hinweise sammeln und je mehr man hat, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Trident-Zerstörer aus dem galaktischen Nebel auftaucht und bekämpft werden muss. Beim Lesen hat es mich etwas an das Arkham Horror-LCG erinnert, wo man meistens auch erstmal Hinweise sammeln muss, um dann im Szenendeck voranschreiten zu dürfen.
Natürlich fliegt man nicht sinnlos auf der Matte rum: Es werden in der Phase auch HInterhaltmarkierungen platziert, die die eigenen Schiffe angreifen, wenn man ihnen zu nahe kommt (was zwangsläufig erfolgt, da man die Hinweise einsammeln muss).
Übrigens: Je mehr Hinweis/Siegpunktmarker man sammelt, desto mehr Punkte erhält man. Das Regelwerk merkt hier (süffisant?) an, dass „je höher eure Punktzahl, desto besser wart ihr im Szenario. Versucht beim nächsten Mal, noch besser zu sein“ (S. 6) – yay, liest sich ähnlich spannend wie z.B. Mario Kart gegen den Computer oder die Zeit zu spielen…
will sagen: mir schwant – auch vor dem Hintergrund des eher schlanken K.I.-Decks (6 Karten) – schlimmes, was die Wiederspielbarkeit angeht. Aber gut, auch ich sollte meinen eignen Spielbericht abwarten ;-).

Werfen wir abschließend noch einen Blick auf das Schiff:

Trident
Trident

Das Modell ist schon cool, der Paint-Job auf normalen X-Wing-Niveau. Zwei der Tentakel sind sogar beweglich, allerdings „ohne Zweck“, es wird kein Spielstatus/-effekt dadurch angezeigt. Also nur eine nerdige Spielerei.

Feuersalamander
Feuersalamander, mach Beine auseinander…

 

Mach Beine wieder zu
mach Beine wieder zu


Und hier noch das Dial (wer es auf Instagram verpasst hat):

Dial
Dial Trident

 

(Zwischen)Fazit: Interessant ist es, dass der Trident-Zerstörer tatsächlich das komplette Material enthält, um ein Riesiges Schiff zu spielen – vom Regelbuch über die Manöverschablone hin zum Schadensdeck – ist tatsächlich alles dabei. Für Neueinsteiger*innen in Epic 2.0 ist das natürlich super. Veteran*innen (also Personen, die das entsprechende Konvertierungsset besitzen) hätten sich vmtl. mehr über das Weglassen dieser Komponenten gefreut, wenn diese dafür mit einer gewissen Preisersparnis einhergegangen wäre. 85 – 100 Euro sind tatsächlich eine Ansage dafür, dass es nichts gibt, was man zwingend für das Standardspiel gebrauchen kann. Klar, früher haben wir genörgelt, dass wir Epic-Schiffe für C-3PO oder den Imperator kaufen „mussten“ (ja Leute, ist immer alles freiwillig) und das Schiff dann in der Vitrine verstaubte, jetzt bekommt man eine Box, die tatsächlich rein für Epic sinnig ist. Leute, die das frequent spielen, werden vmtl. beim Preis weniger schlucken als solche, die das eher für die Sammlung kaufen. Natürlich ist noch der Solo-/COOP-Modus dabei. Wie cool der tatsächlich ist, wird von mir im nächsten Artikel beleuchtet. Wie oben aber angemerkt liest es sich aber erstmal nicht sooo spannend. Ich hoffe, dass ich da falsch liege, denn eigentlich war gerade das der Kaufgrund für mich. Ansonsten bekommt man nämlich für das Geld auch fast nen Jahr Disney+, Netflix oder Amazon-Prime und ja, da hab ich dann gesicherte Unterhaltung für 12 Monate. Aber klar: Man kann das immer nur bedingt umrechnen*g*.

Noch eine kurze Anmerkung zur Marketingpolitik von AMG/Asmodee:

Mir ist bewusst, dass höchstwahrscheinlich niemand von beiden Firmen diesen deutschsprachigen Blog liest (falls doch: Lasst gerne nen Kommentar da), dennoch: Social Media-Marketing gut und schön (mach ich auch), aber einfach so Bilder bei Facebook und Instagram zu posten in der Hoffnung, dass die Community den Rest schon übernimmt (also frequent in diversen Gruppen/Kanälen teilen) funktioniert scheinbar eher so semi. Da waren die FFG-Teaser-Artikel (so fehlerhaft sie bisweilen auch waren) wesentlich besser und leisteten einen besseren Job die geneigte Kundschaft anzufüttern. Und wie zur Hölle kann es ein, dass mittlerweile 7 Monate nach Übernahme, immer noch keine Webseite „for everything Star Wars“ da ist? Sorry, ich hab auch schon diverse Webseiten überarbeitet, neu gestaltet, ge-relauncht (oder war federführend in die entsprechenden Prozesse involviert) und – ich wiederhole mich – selbst im Öffentlichen Dienst (nicht gerade bekannt für seine Schnelligkeit) hätte man in dem Zeitraum mindestens eine Webseite fertig bekommen – und nein, ein twitch-Kanal kompensiert keine fehlende Webseite
Mangelende Information gepaart mit steigenden Preisen sorgt imho nicht dafür, dass das Interesse an den Produkten/den Spielen wesentlich steigt. Nachdem ich aktuell den Eindruck habe, dass es mit der Logistik so halbwegs funktioniert, schaut doch bitte demnächst mal ins Marketing…

Okay, so viel dazu, beim nächsten Mal bekämpfe ich solo den Kraken. Mal schauen, wie das läuft oder ob ich aufgrund mangelnder Spielpraxis ständig auf irgendwelchen Hindernissen lande und nicht schießen kann.

Bis dahin: Flycasual, bleibt gesund und achtsam und genießt den Sommer (und die XTC)

Carnis/Sebastian

 




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