U-Wing und Quadjumper – New Kids on the Block?

Hallo Freunde, da der kürzlich erschienene U-Wing und der angekündigte Quadjumper interessante Piloten zum Blocken des Gegners bieten, möchte ich die sich bietenden neuen Möglichkeiten mit diesen Schiffen näher beleuchten.

Vor einigen Wochen hat FFG hier einen sehr spannenden Beitrag von Paul Heaver zum Thema “Blocken” veröffentlicht, den ich erst vor kurzem gelesen habe. In dem Beitrag beschreibt Paul die Vor- und Nachteile, sowie die Herausforderungen des Blockens als Möglichkeit den Gegner zu kontrollieren. Einige der Kernpunkte in dem Beitrag sind folgende:

  • Das Blocken des Gegners ist eine gute Möglichkeit diesem Aktionen zu verweigern und dadurch selbst Vorteile zu erlangen.
  • Der ideale Blocker hat einen geringen Pilotenwert, um vor dem Gegner zu fliegen, Aktionsmöglichkeiten, um sich zu repositionieren und benötigt keinen hohen Angriffswert, da er selbst keine Attacke auf das geblockte Schiff durchführen kann.
  • Die Aktion “Fassrolle” ist am besten zum Blocken geeignet, da man sie so anpassen kann, dass man noch irgendwie zwischen die gegnerischen Schiffe passt. Darüber hinaus kann man mit der Fassrolle mehr Positionen einnehmen als bspw. mit Schub.
  • Die zum Zeitpunkt des Beitrags besten Blocker sind aus Pauls Sicht die günstigsten Piloten der A-Wings, TIE Fighter, TIE Advanced Prototypen und der Jumpmaster.
  • Man sollte nur dann blocken, wenn man auch etwas davon hat und nicht um des Blockens willen.

In seinem Beitrag schreibt Paul Heaver, dass der Jumpmaster der aus seiner Sicht beste Blocker im Spiel sei, aber hat das noch Bestand, wenn wir den U-Wing oder bald den Quadjumper haben? Schauen wir uns die drei Schiffe mal an…

Der Bumpmaster – All hail the king!
Der bisherige König unter den Blockern ist laut Paul der Jumpmaster 5000 bzw. hier als Pilot der “angeheuerte Kundschafter”, der bei 25 Punkten mit einem Pilotenwert von drei daherkommt.
Darüber hinaus bietet das Manöverrad in Verbindung mit der großen Base und der Möglichkeit eine Fassrolle auszuführen viele Alternativen, um sich dem Gegner in den Weg zu stellen und diesen zu blocken.

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Das Manöverrad des Jumpmaster

Ebenfalls nicht zu verachten ist die breite Palette der möglichen Upgrades, die wir ausrüsten können. Neben einer Elite-Fähigkeit gibt es Platz für zwei Torpedos, eine Crew, ein illegales Upgrade und einen geborgenen Astromech.

Unter dem liebevollen Kosenamen “Bumpmaster” sollte die folgende Konfiguration mittlerweile bei allen X-Wing-Spielern bekannt sein.

  • Angeheuerter Kundschafter [Geheimagent, Rückkopplungsfeld, Anpassungsfähigkeit, Kurzstreckenlaser] (30)

Die Stärken dieser Variante sind, dass man aufgrund des geringen bzw. durch Anpassungsfähigkeit gesenkten Pilotenwerts sehr wahrscheinlich zuerst fliegt und sich, unterstütz durch den Geheimagent, dem Gegner in den Weg stellen kann. Hierbei ist insbesondere die Fassrolle sehr hilfreich. Sollte der Block dann tatsächlich erfolgreich sein, kann man durch den Kurzstreckenlaser mit Glück einen Schaden verursachen, den der Gegner nicht negieren kann. Als Krönung kann man durch das Rückkopplungsfeld und den geringen Pilotenwert meistens am Ende der Kampfphase entscheiden, ob man einem Schiff in Reichweite einen weiteren (vielleicht finalen) Schaden zuteilt.

Der U-Wing – Flip your wings and fly!
Beim U-Wing bekommen wir für 23 Punkte als Pilot den “Kundschafter der blauen Staffel” mit einem Pilotenwert von zwei und für 24 Punkte “Heff Tobber” mit einem Pilotenwert von drei und der folgenden Pilotenfähigkeit: “After an enemy ship executes a maneuver that causes it to overlap your ship, you may perform a free action”. Der einzigartige Pilot ist damit ganz offensichtlich darauf ausgerichtet zum Blocken genutzt zu werden.
Das Manöverrad des U-Wing biete im Vergleich zum Bumpmaster weniger Möglichkeiten bei den Einser-Manövern und Wenden, hat dafür aber ein Nuller-Manöver.

Das Manöverrad des U-Wing
Das Manöverrad des U-Wing

Die fehlenden Wenden werden zum Teil dadurch ausgeglichen, dass der U-Wing über einen ziemlich interessanten Titel verfügt, der im Angriffsmodus einen zusätzlichen grünen Würfel beschert und im Landemodus die Möglichkeit nach einem Nuller-Manöver um 180° zu drehen.

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Bei den Aktionen stehen uns mit Fokus und Zielerfassung keine Möglichkeiten zur Repositionierung zur Verfügung, was das Blocken von Gegnern erschwert.
Bei den Upgrades können wir dafür auf ein System-, ein Torpedo- und zwei Crew-Upgrades zurückgreifen, was insbesondere für Heff Tobber viele interessante Möglichkeiten zum Blocken eröffnet, von denen ich euch nun ein paar vorstellen möchte:

Heff Tobber [Verbessertes Radar, Aufklärungsexperte, Cassian Andor, Pivot Wing, Kurzstreckenlaser] (32)

Bei der obigen Variante stelle ich mir vor, dass man den U-Wing aggressiv zum Blocken verwendet, indem man das wahrscheinlichste Manöver des Gegners antizipiert und mit Cassian Andor ein eventuell abweichendes Manöver absichert. Sollte man den Block erfolgreich setzen, kann man als reguläre Aktion eine Zielerfassung nehmen und nach dem Manöver des Gegners, dank der Fähigkeit von Heff, die freie Aktion Fokus ausführen. Bei der Fokus-Aktion bekommt man durch den Aufklärungsspezialisten zwei Marker. Durch die Zielerfassung und die zwei Fokus-Marker sollte man in der Lage sein, sowohl in der Defensive, als auch in der Offensive etwas zu bewegen. Darüber hinaus hat man natürlich noch den Kurzstreckenlaser dabei, der mit Glück weiteren Schaden verursacht.

In der nächsten Variante verzichte ich auf Cassian Andor und hoffe durch die Größe des U-Wing und das richtige Einschätzen von gegnerischen Manövern auch ohne Hilfe aggressiv zu blocken.

Heff Tobber [Verbessertes Radar, “Zeb” Orellios, Aufklärungsexperte, Pivot Wing, Anti-Pursuit Lasers] (31)

Da statt Cassian nun “Zeb” an Bord ist, kann man die Zielerfassung und den doppelten Fokus auch gegen das geblockte Schiff selbst einsetzen. Letzteres hat durch einen erfolgreichen Block selbst keine Aktionen und damit auch keine Modifikatoren für Angriff oder Verteidigung.

Zum Schluss nun eine etwas ausgefallenere Variante, die mir noch eingefallen ist:

Heff Tobber [Verbesserte Sensoren, Sabine Wren, Geheimagent, Pivot Wing, Connor-Netz, Extra Munition, Ionenprojektor] (38)

Die Idee ist, dass man auch hier ohne Hilfe die Manöver des Gegners antizipiert und sich diesem erfolgreich in den Weg stellt. Im folgenden Zug kann man durch den Geheimagenten prüfen, wohin der Gegner fliegen wird und kann dank verbesserter Sensoren überlegen, ob man bereits vor dem eigenen Manöver ein Connor-Netz legen möchte, auf dem der Gegner vielleicht direkt landet. Sollte ein gegnerisches Schiff den U-Wing von hinten rammen, kann man dank der Fähigkeit von Heff direkt ein Connor-Netz legen, was dazu führt, dass der Gegner auch im nächsten Zug ionisiert in den U-Wing krachen wird. Darüber hinaus könnte man den Kurzstreckenlaser aus den vorherigen Varianten noch gegen einen Ionenprojektor tauschen, um auch ohne Connor-Netz Ionen-Token zu verteilen.

Noch weitere spannende Varianten haben die Kollegen von der  X-Wing-Selbsthilfegruppe kürzlich vorgestellt.

Der Quadjumper – Volle Kraft zurück!
Von den bisher bekannten Piloten fällt der “Jakku Gunrunner” ins Auge, der einen Pilotenwert von eins mitbringt und lächerliche 15 Punkte kostet. Ähnlich wie beim U-Wing haben wir mit “Unkar Plutt” auch hier einen Piloten der einen Pilotenwert von drei hat und eine interessante Fähigkeit zum Blocken mitbringt: “At the end of the activation Phase, you must assign a tractor beam token to each ship you are touching“. Die Kosten für Unkar liegen bei 17 Punkten.
Im Gegensatz zum U-Wing liegt die spannende Neuerung für das Blocken nicht in einem veränderbaren Titel, sondern im Manöverrad des Quadjumpers. Der Jumper ist nämlich das erste Schiff, das einzelne Einser-Manöver rückwärts fliegen kann! Darüber hinaus ist der Quadjumper ähnlich agil wie der Bumpmaster und verfügt außerdem über die Möglichkeit eine Fassrolle auszuführen.

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Das Manöverrad des Quadjumpers

Bei den Upgrades stehen uns eine Crew, eine Bombe, Tech- und illegale Upgrades zur Verfügung. Auch hier möchte ich euch eine erste Variante vorstellen, die mir spontan eingefallen ist:

Unkar Plutt [Geheimagent, Primed Thrusters, EMP Device, Verbesserte Hülle] (24)

Bei der obigen Variante könnte man dank des Geheimagenten und der Möglichkeit eine Fassrolle auszuführen versuchen, sich dem Gegner in den Weg zu stellen. Hierbei können wir dank der Primed Thrusters trotz eventuell vorhandenem Stress die spannenden roten Manöver nutzen. Am Ende der Aktivierungsphase wird die Pilotenfähigkeit von Unkar genutzt, um die Wendigkeit gegnerischer Schiffe zu verringern und diese per erzwungener Fassrolle oder Schub in eine ungünstige Position zu bringen. Da dem Quadjumper selbst die nötige Feuerkraft fehlt, müssen die Flügelmänner von Unkar die Situation des Gegners anschließend ausnutzen.

Fazit
Nachdem ich mir die drei Schiffe genauer angeschaut und verglichen habe, glaube ich, dass der Bumpmaster mindestens eine sehr starke Konkurrenz um den Titel des besten Blockers bekommen hat. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass der U-Wing, trotz fehlender Aktionen zur Repositionierung, ein sehr starker neuer Blocker sein kann. Diese Einschätzung basiert vor allem auf Heff Tobber und seinen freien Aktionen in Kombination mit den Upgrade- und Crew-Möglichkeiten. Der Quadjumper ist dem Bumpmaster dank der Pilotenfähigkeit von Unkar Plut, dem einzigartigen Manöverrad und dem Tech-Upgrade ebenfalls dicht auf den Fersen und dabei sogar deutlich günstiger. Lediglich die geringere Haltbarkeit aufgrund fehlender Schilde und relativ weniger Hüllenpunkte erscheint mir gefährlich, wenn man den Jumper als Blocker einsetzen will.

Was denkt ihr? Haben wir einen neuen Anwärter auf den Titel des besten Blockers? Welche Rollen könnt ihr euch noch für den U-Wing und den Quadjumper vorstellen?

5 Gedanken zu „U-Wing und Quadjumper – New Kids on the Block?“

  1. Grenzgänger aus dem Wilden Raum 34p.
    YT-2400
    Kurzstreckenlaser (2)
    · Cassian Andor (2)
    Finde ich als weiteren Rebellenbumber auch sehr spaßig und kommt dem Jumpmaster schon sehr nahe! Guter Artikel weiter so

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