Das Erwachen der Nacht II – Turnierbericht

Hallo, driemster hier mit einer Nachberichterstattung vom zweiten “Erwachen der Nacht” in Remscheid. Im Verlauf des Beitrags werde ich euch meine Staffel, die meiner Gegner und meine Spiele beschreiben.

Die Rahmenbedingungen
Das Turnier fand am 5.11. zwischen 19 Uhr und 3 Uhr im Rahmen der Klingen-Con in den Räumen der “Welle e.V.” in Remscheid statt, so dass neben 41 X-Wing-Enthusiasten auch viele Rollenspieler anwesend waren, um die Nacht mit ihrem liebsten Hobby zu verbringen. Die Verpflegung wurde daher von den Organisatoren der Con übernommen und war aus meiner Sicht super. Es gab verschiedene warme Gerichte, Waffeln, Kuchen, Snacks, Kaffee und weitere Getränke zu fairen Preisen.

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Impressionen vom Turnier und vom Kampf um Platz 38

Die Räumlichkeiten wurden von den Organisatoren so genutzt, dass die Rollenspieler sich im Gebäude verteilten und die X-Wing-Spieler einen großen zentralen Raum nutzen konnten. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl war der Platz auf den Tischen zunächst sehr knapp, was jedoch in der zweiten Runde entschärft werden konnte, da einige zusätzliche Tische frei wurden. Die Organisation des Turniers durch Senshi verlief in meiner Wahrnehmung reibungslos, auch wenn es aufgrund des Verzichts auf Tischnummern und Aushänge vor jedem Spiel ein bisschen gedauert hat, bis man einen Tisch und seinen Gegner gefunden hat.

Der Preis-Pool wurde, soweit ich mich erinnern kann, von FantasyWelt und MelBel gesponsort und war so gestaltet, dass niemand mit leeren Händen nach Hause gehen musste. Darüber hinaus hat jeder Teilnehmer am Ende ein Los für eine Tombola bekommen, bei der es weitere Preise von FFG und MelBel zu gewinnen gab. Vor allem bei den Preisen von Mel waren wie immer einige einzigartige und tolle Sachen dabei!

Die Zusammenstellung meiner Staffel
Wie bereits in meinem letzten Beitrag geschildert, ging ich vor dem Turnier davon aus, dass ich es mit vielen Defendern und imperialen Assen zu tun bekommen würde. Darüber hinaus erwartete ich, dass viele Scum-Spieler versuchen würden den Imperialen mit Fenn Rau zu begegnen. Basierend auf diesen Annahmen entschied ich mich eine Staffel aufzustellen, die dem Gegner seine Aktionen nehmen, hart zuschlagen und lange am Leben bleiben sollte:

Miranda Doni [Lenkraketen, Steuerungschips, Ersatzmuni., TLT] (42)
Braylen Stramm [R3-A2, Bordschütze, Allianz-Überholung] (32)
Biggs Darklighter [R4-D6, Integrierter Astromech] (26)

Die Idee hinter der Liste war, mit dem K-Wing zunächst aus der Schussbahn zu bleiben, eine Zielerfassung auf das wichtigste gegnerische Schiff zu bekommen und dieses mit dem Arc doppelt unter Stress zu setzen. Sollte der Gegner durch den Stress keine oder nur Ausweichen-Token haben, würde Miranda ihre Raketen mit einem zusätzlichen Würfel abfeuern und den Gegner mit Glück sofort ausschalten. Die Aufgabe von Biggs sollte es sein den Arc möglichst lange mit seinem Leben zu schützen. Aus zeitlichen Gründen konnte ich vor dem Turnier keine Testspiele mehr machen, aber ich war von der Idee hinter der Liste überzeugt und setzte mir als Ziel die Hälfte meiner Spiele zu gewinnen. Achtung Spoiler – Das ging voll in die Hose!

“The Emperor protects”
Im ersten Spiel durfte ich gegen Phantomias antreten, der zwei Defender und den Imperator im Shuttle mitgebracht hatte. Ich konnte also gleich im ersten Spiel beweisen, ob meine Strategie funktionieren würde.

Pilot der Omikron-Gruppe [Imperator Palpatine] (29)
Colonel Vessery [Finte, TIE/x7] (35)
Gräfin Ryad [Bis an die Grenzen, Zwillings-Ionenantrieb,TIE/x7] (36)

Während der Aufstellung positionierten wir uns in diagonal gegenüberliegenden Ecken. Gemäß meinen Überlegungen flogen Biggs und Braylen zunächst etwas langsamer los, um Miranda die Gelegenheit zu geben sich abzusetzen. Das Shuttle blieb am Anfang in der Ecke stehen, während die Defender frühzeitig in das Asteroiden-Feld abbogen, wo Vessery prompt auf einer Trümmer-Wolke landete. Diesen Vorteil konnte ich in der darauffolgenden Runde nutzen, als Braylen den ohnehin gestressten Vessery weiter stressen konnte. Leider verlor ich kurz danach Biggs ohne Vessery ernsthaft Schaden zugefügt zu haben, da dieser vom Imperator geschützt wurde. Außerdem bekam ich es nicht hin einen der Defender in die Schussbahn von Miranda zu bekommen, so dass ich meine erste Rakete schließlich auf das Shuttle abfeuerte, als sich die Gelegenheit bot. So kam es dann auch, dass Miranda und Braylen, der das Asteroidenfeld durchquert hatte, sich auf das Shuttle konzentrierten und es zerstören konnten. Die Defender wurden derweil immer wieder durch R3-A2 gestresst, so dass sie nicht konsequent Schaden austeilen konnten und mir und auch Phantomias bald die Stress-Token auszugehen drohten. Am Ende schaffte Phantomias es aber Braylen abzuschießen, so dass das Spiel nach Ablauf der Zeit an ihn ging.
Ein weiteres Highlight des Spiels war, dass ich aus versehen unter ein Manöverrad meines Gegenspielers geschaut und dieses vor Schreck auch noch verstellt habe. An dieser Stelle vielen Dank an Phantomias, dass er die Situation locker und fair aufgelöst hat.

“Agility one, a lot of fun”
Im zweiten Spiel ging es gegen Jud4s_Priester, der einen ähnlich guten Start ins Turnier hatte wie ich. Mein Gegner stellte dieses Mal drei Defender auf, die alle mit Crackshot ausgestattet waren.

Glaive Squadron Pilot [Crack Shot, TIE/x7] (33)
Colonel Vessery [Crack Shot, TIE/x7] (34)
Countess Ryad [Crack Shot, TIE/x7] (33)

In diesem Spiel stellte ich mich leicht mittig auf und versuchte abermals Miranda etwas abseits fliegen zu lassen. Letzteres ging dieses mal nicht so gut auf, da mein Gegenspieler sich, nach dem Ableben von Biggs – den er grandios stark geblockt hatte – und dem ersten Vorbeiflug, auf Miranda fokussieren wollte und diese über das Spielfeld jagte. Begünstigt durch einen Flugfehler von einem Defender und ihrer Slam-Aktion schaffte ich es allerdings immer wieder mit Miranda aus dem Feuerwinkeln zu kommen. Gleichzeitig konnte der Arc die Defender, die nach dem Ableben der Gräfin nur noch zu zweit waren, immer wieder unter Stress setzen, so dass sie trotz meiner niedrigen Agilität kaum Schaden anrichten konnten. Am Ende ließ Jud4s_Priester verzweifelt von Miranda ab und konzentrierte sich auf den Arc, den er im letzten Angriff des Spiels dank eines kritischen Treffers (Doppelschaden) erledigen konnte und damit das Spiel trotz bis dahin schlechter Würfel gewann.

“Attack of the clone Biggs”
Das dritte Spiel musste nun gewonnen werden, wenn ich meine Zielsetzung noch erreichen wollte. Mein dritter Gegner war Pan_Domino, der ausnahmsweise keine imperiale Staffel, sondern drei Rebellen-Schiffe dabei hatte.

Jan Ors [Nien Numb, TLT, Moldy Crow, Verbesserte Hülle] (38)
Wedge Antilles [Aggressiv, R7-T1, Integrierter Astromech] (36)
Biggs Darklighter [R4-D6, Integrierter Astromech] (26)

Abgeschreckt von der Offensivkraft, die Wedge zusammen mit Jan Ors aufbringen konnte, versuchte ich meinen Gegenspieler ins Asteroiden-Feld zu locken und ihn währenddessen mit Miranda zu umgehen. Leider flog mein Kontrahent seine Staffel sehr gut und kam unbeschadet durch die Asteroiden, so dass sich Biggs und der Arc im ersten Schlagabtausch den gegnerischen X-Wings gegenüber sahen. Wie zu erwarten verlor ich Biggs sofort durch harte Treffer von seinem bösen Zwilling und Wedge. Noch schlimmer war allerdings, dass ich Miranda aus Angst vor dem Erstschlag durch Wedge so ungünstige bewegt hatte, dass sie zwei oder drei Runden nicht ins Kampfgeschehen eingreifen konnte. Dies führte schließlich dazu, dass Miranda bald alleine gegen Wedge und Jan stand und sich darauf konzentrieren musste am Leben zu bleiben. Schließlich gelang es mir mit Miranda noch Wedge abzuschießen, so dass ich nach Punkten vorne lag. Aus Angst vor einer dritten Niederlage und weil Miranda nur noch wenige Hüllenpunkte hatte, versuchte ich die letzten Minuten durch Slam-Aktionen zu flüchten. Letzteres war eine dumme Idee, die mir natürlich nicht gelang, so dass ich auch das dritte Spiel verlor.

“Sad but true”
Nachdem ich alle Spiele verloren hatte, musste ich am Ende auch noch gegen meinen Team-Kollegen Newton antreten, der mit seinen Defendern und Omega-Ass ebenfalls noch kein Spiel für sich entscheiden konnte.

Omega-Eins [Finte, Kommunikationsrelais] (26)
Colonel Vessery [Traktorstrahl, Veteraneninstinkte, TIE/D] (37)
Gräfin Ryad [Bis an die Grenzen, Zwillings-Ionenantrieb,TIE/x7] (36)

Da ich bereits mehrmals nicht dazu gekommen war meine Raketen einzusetzen flog ich mit Miranda nun aggressiv von der Seite zwischen die Asteroiden, um die Defender von Newton dort frontal anzugehen. Aufgrund seiner hohen Pilotenwerte und der Tatsache, dass Newton mir die Initiative gegeben hatte, konnte ich nach der Bewegung mit dem K-Wing allerdings keine Zielerfassung durchführen. Auf der anderen Seite flog Newton nach mir in Reichweite drei  zu Miranda und konnte sie innerhalb von zwei Runden vernichten. Aufgrund seiner schlechten Würfel verlor mein Gegner allerdings ebenfalls nach zwei Runden Omega-Eins, so dass es nach Schiffen wieder ausgeglichen war. Einige Runden später war Biggs leider Geschichte und Braylen wurde alleine von zwei Defendern gejagt, denen er aus seinem rückwärtigen Feuerwinkel überraschend stark zusetzen konnte. Am Ende half es jedoch nichts und ich verlor auch das vierte Spiel.

Auferstanden aus Ruinen
Am Ende des Turniers stand ich dank der besseren MoV mit 0 Punkten auf Platz 39 von 41 und hatte mein Ziel damit weit verfehlt. Trotz meiner Platzierung hat mir das Turnier Spaß gemacht, da ich einige Leute wiedersehen konnte, die ich schon länger nicht mehr getroffen hatte. Darüber hinaus habe ich natürlich einige Erfahrung mit meiner Liste sammeln können, die ich in den nächsten Wochen weiter austesten werde.
Wenn man sich alle Spiele anschaut, war der Knackpunkt meiner Meinung nach, dass Miranda meistens zu sehr damit beschäftigt war sich wegen eines fehlenden Kehren-Manövers in Stellung zu bringen, um ihre Raketen abzufeuern. Darüber hinaus war ich oft in Situationen, in denen ich statt einer weiteren Rakete eher eine Bombe oder Mine gebraucht hätte. Daraus leite ich zwei Veränderungen ab, die ich beim nächsten mal ausprobieren will. Als erstes werde ich die Ersatzmunition gegen eine Bombe tauschen und als zweites werde ich versuchen Miranda direkter zu fliegen, um sicherzustellen, dass sie ihre Raketen auch einsetzen kann. Was mir sehr gut gefallen hat, war der Arc mit R3-A2 und dem Bordschützen. Vor allem durch letzteren standen meine Gegner häufig vor der Wahl in der Verteidigung auf Token zu verzichten und Schaden zu nehmen oder die Token einzusetzen und dadurch den zweiten Angriff/Stress durch den Bordschützen zu riskieren.

Also Leute, ich hoffe euch hat der Bericht mal wieder gefallen. Falls ihr die Möglichkeit habt beim nächsten Turnier von Senshi mitzumachen, kann ich euch das wärmstens empfehlen. Bis dahin, “Fly  casual!” – auch wenn es mal gar nicht läuft…

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